Eine Inschriftenreise nach Chur und Meran
Bei der Abschlusstagung der Kollegforschungsgruppe „Religion and Urbanity“, Anfang Juni 2026, habe ich in meinem Beitrag „Stability in transit? Inscriptions as markers of the sacred landscape of the ancient province of Raetia“ die sehr wenigen lateinischen Sakralinschriften aus dem hochalpinen, südlichen Teil der römischen Provinz Raetia unter die Lupe genommen. Es ging dabei um Fragen wie: Wer ließ diese Steine vor rund 2000 Jahren zum einen am Fuß der Bündner Pässe auf 1.800 m Höhe im Engadin und zum anderen im Vinschgau nahe Meran aufstellen? Was waren die Beweggründe für diese individuellen, öffentlich aufgestellten religiösen Zeichen an Orten fernab jeglicher urbanen Strukturen? Wer sollte diese Bekenntnisse und Interaktionen mit übergeordneten Mächten sehen?



